Chronik
Am 3. Oktober 1947 wurde das Volksbildungswerk der Stadt Schwandorf eröffnet. Diese Einrichtung sah die Förderung der Allgemeinheit im Hinblick auf Wissenschaft, Kunst, Religion, Volks- und Berufsausbildung vor. Beim Vorspielabend der Musikschule des Volksbildungswerks am 02. Juli 1976 galt das Hauptinteresse den Musikerinnen und Musikern, aus denen die Jugendblaskapelle gebildet werden sollte, unter der Stabführung von Hermann Süß. Ihr erstes Konzert bestritt die neu gegründete Jugendblaskapelle am 2. April 1977 im katholischen Vereinshaus. Ein Jahr später wurde der „Förderkreis e.V. der Jugendblaskapelle der VBW-Musikschule Schwandorf“ ins Leben gerufen. Als 1. Vorsitzender wurde Johann Dirmeier gewählt. Dieser trat jedoch bereits ein Jahr später von seinem Amt zurück und wurde von seiner Stellvertreterin Loni Wagner abgelöst.


Schon früh beschloss man regelmäßige Vorspielabende in das Programm der Blaskapelle mit aufzunehmen, um Nachwuchsmusiker zu finden. Die Nachwuchskapelle wurde von Gerhard Maier und Sabine Wagner geschult.

Seit 1979 nahm das Orchester auch regelmäßig an Wertungsspielen und Konzertwettbewerben teil und konnte in der Unter-, Mittel- und Oberstufe beachtliche Erfolge verzeichnen.


Der Hauptausschuss der Stadt Schwandorf fasste am 20. Mai 1981 den Beschluss, das Volksbildungswerk in Volkshochschule umzubenennen. Die Kapelle führt seitdem den Namen „Jugendblaskapelle der Volkshochschule Schwandorf“. Im Juli 1983 wurde der Förderkreis in das Vereinsregister eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Im darauffolgenden Jahr sorgte Schneidermeister Max Bicherl durch die Maßanfertigung der blauen Jacken für alle Musiker für ein harmonisches Gesamtbild der Kapelle. Die Tracht war nun komplett mit Dreispitz, roter Weste und schwarzen Kniebundhosen, dazu weißes Hemd und blau-weiß-schwarzer Schleife.


In den folgenden Jahren unternahm die Kapelle Konzertreisen nach Harrogate (England), Libourne (Frankreich) und Wremen (Deutschland). Im Jahr 1985 verlieh der Bezirkstagspräsident Alfred Spitzner der Jugendblaskapelle den Musikförderpreis des Bezirks Oberpfalz. Im selben Jahr nahm Hermann Süß aus beruflichen Gründen Abschied von seinen Musikern. Die Nachfolge übernahm Gerhard Maier, sein bisheriger Stellvertreter, der durch Sabine Wagner unterstützt wurde.


Das 10-jährige Jubiläum wurde 1986 mit einem Bundesbezirksmusikfest gefeiert. Drei Jahre später gelang es dem Förderverein mit Unterstützung des Bürgermeisters Karl Trettenbach im alten Gebäude der Volksschule in Fronberg ein Schulzimmer im Untergeschoss als Übungsraum zu erlangen. Vorher wurden die Proben in der Kreuzbergschule, danach im Feuerwehrhaus in der Breitestraße (bis zu dessen Abriss) und in den Unterrichtsräumen der staatlichen Knabenrealschule auf dem Weinberg abgehalten. Dies führte immer wieder zu Schwierigkeiten, weil die Räume hauptsächlich durch schulische Zwecke belegt waren.


1990 trat Gerhard Maier aus beruflichen Gründen von seinem Dirigentenamt zurück. Übergangsweise erklärte sich Sabine Salzl bereit, die musikalische Leitung zu übernehmen, bis der Dirigentenstab an Lothar Bierler, der vom Heeresmusikkorps 4 kam, übergeben wurde. Dieser legte jedoch bereits auch nach wenigen Monaten sein Dirigat nieder und die musikalische Arbeit der Kapelle wurde wieder von Sabine Salzl als stellvertretende Dirigentin übernommen.

Rainer Artmann aus Bad Alexandersbad hatte sich Anfang 1991 an die Jugendblaskapelle gewandt, und sich als Dirigent angeboten. Nach der Feier des 15-jährigen Jubiläums und einigen kleineren Auftritten trennten sich Kapelle und Dirigent jedoch wieder. Da Sabine Salzl nach der 15-Jahr-Feier die Kapelle verlassen hatte, war das Orchester ab September ohne Leitung. Bernhard Schuierer, Tenorhornist des Orchesters, erklärte sich daraufhin bereit, die Probenarbeit zu übernehmen. Der Klangkörper belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 22 aktive Musiker.

Zusammen mit dem Rektor der Grundschule Fronberg, Herrn Erich Raab, wurde 1992 bei der Stadt Schwandorf erfolgreich beantragt, die dortige Schulturnhalle örtlich so zu platzieren, dass im Untergeschoss eine Fläche von 100 m² zu einem speziell ausgestatteten Probenraum mit zwei Nebenzimmern eingerichtet wurde. Endlich erhielten die Musiker die unbedingt erforderlichen Räume um eine effektive Probenarbeit und musikalische Erziehung durchführen zu können. In diesen Räumen konnte von nun an das Musikleben mit allen Proben- und Gruppenarbeiten, Einzelunterrichten, Besprechungen und Planungen stattfinden.


Da nicht nur die Schwandorfer, sondern auch andere Kapellen Nachwuchsprobleme hatten, tat man sich 1995 nach einer Besprechung mit den Musikern aus Neukirchen zusammen. Leider zeigte sich, dass die beiden Kapellen der neugegründeten „Musikgemeinschaft Schwandorf-Neukirchen“ zu unterschiedliche musikalische Zielrichtungen hatten, was nach einigen Monaten zur Beendigung der Musikgemeinschaft führte.


Im Jahr 1996 konnte die VHS Jugendblaskapelle bereits auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Ihre 1. Vorsitzende, Frau Loni Wagner, wurde von Landrat Volker Liedtke mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr präsentierten die Musikerinnen erstmals ihre neuen Dirndln der Öffentlichkeit. Während der nächsten Jahre unternahm die Jugendblaskapelle mehrere Konzertreisen nach Strassburg, Sokolov (Tschechien), Libourne (Frankreich), Harrogate (England) und Berlin.


Das Jahr 2001 stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Kapellenjubiläums. Zusammen mit Kapellenleiter Bernhard Schuierer und Nachwuchsdirigentin Agnes Kaindl präsentierte sich das Orchester von seiner besten Seite.


Die 1. Vorsitzende Loni Wagner erklärte ein Jahr später, bei der nächsten Vorstandswahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen und bat die Mitglieder des Förderkreis, sich rechtzeitig um eine Nachfolge zu kümmern, die mit Herrn Ernst Schwab gefunden werden konnte. Für ihre langjährige Arbeit als Vorsitzende wurde Loni Wagner 2004 die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Der Vorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Klaus Hofbauer ehrte sie im gleichen Zuge mit einer Urkunde für ihre 25-jährige Vorstandstätigkeit. Michael Polauf, der das Amt des Nachwuchsdirigenten von Agnes Kaindl übernommen hatte, erklärte Anfang 2007 seinen Rücktritt. Mitte des Jahres übernahm Carola Gleixner die Leitung des Nachwuchsorchesters, das seit dem Rücktritt ihres Vorgängers nur aus kleinen Musikgruppen (z.B. Klarinetten-, Trompetenensemble usw.) bestanden hatte.


Leo Klatt löste Ernst Schwab 2010 als 1. Vorsitzenden des Vereins ab, nachdem dieser erklärt hatte, nicht mehr kandidieren zu wollen. Auch Bernhard Schuierer legte 2011 sein Amt als Dirigent nach fast 20-jähriger Tätigkeit aus familiären Gründen nieder. Beim Jubiläumskonzert anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Jugendblaskapelle führte er letztmals den Taktstock. Erhard Sailer, Geschäftsführer der VHS, zeichnete ihn bei dieser Gelegenheit mit Ehrennadel und Urkunde des Bayerischen Volkshochschulverbandes aus. Als sein Nachfolger konnte Joachim Götz gewonnen werden, der jedoch bereits einige Monate später sein Dirigat wieder abgab. Carola Gleixner, die bisher das Nachwuchsorchester geleitet hatte, übernahm nun auch die Leitung des Großen Blasorchesters.


Bernhard Schuierer, Adolf Kiener und Arthur Fischer wurden 2013 aufgrund ihres langjährigen und sehr verdienstvollen Wirkens für die Blaskapelle zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ende des Jahres war die Dirigentin Carola Gleixner aus familiären Gründen gezwungen ihr Amt zeitweise ruhen zu lassen. Markus Held übernahm vorübergehend die Probenarbeit des Orchesters. Das Nachwuchsorchester betreuten Manuela Grün, Johannes Maier und Uwe Jäger.

Bei den folgenden Neuwahlen während der Jahreshauptversammlung gelang es erstmals in der Geschichte der Jugendblaskapelle nicht, einen 1. Vorsitzenden zu gewinnen. Der bisherige Vorsitzende Leo Klatt stellte sich nicht mehr zur Wahl. Desweiteren legte Carola Eckert das gesamte Dirigat Mitte 2014 aus persönlichen Gründen nieder. Im Herbst übernahm daraufhin Bernhard Kerschner die Leitung des Nachwuchsorchesters. Der Musiklehrer Anton Lautenschlager hielt mit Unterstützung einiger Musiker den Probenbetrieb des Großen Blasorchesters aufrecht. Anfang 2015 erklärte sich Anton Lautenschlager bereit zukünftig als Dirigent die Jugendblaskapelle zu leiten. Darüber hinaus konnte Bernhard Müller als 1. Vorsitzender gewonnen werden.

Aus zeitlichen Gründen legte Bernhard Kerschner das Dirigat beim Nachwuchsorchester Mitte 2015. Frau Carola Eckert übernahm seine Nachfolge.


 

 

 

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